<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<!-- generator="wordpress/2.0.4" -->
<rss version="2.0" 
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	>

<channel>
	<title>jungwählerblog WAHL GANG Berlin 2006</title>
	<link>http://jungwaehlerblog.wahlgangberlin06.de</link>
	<description>WAHL GANG Berlin 2006</description>
	<pubDate>Mon, 22 Sep 2008 10:03:40 +0000</pubDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.0.4</generator>
	<language>en</language>
			<item>
		<title>Einmal werden wir noch wach</title>
		<link>http://jungwaehlerblog.wahlgangberlin06.de/einmal-werden-wir-noch-wach</link>
		<comments>http://jungwaehlerblog.wahlgangberlin06.de/einmal-werden-wir-noch-wach#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 16 Sep 2006 18:35:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mathias</dc:creator>
		
	<category>Allgemein</category>
		<guid isPermaLink="false">http://jungwaehlerblog.wahlgangberlin06.de/einmal-werden-wir-noch-wach</guid>
		<description><![CDATA[Morgen ist es so weit. Ab 8 Uhr bitte:
erstwählen, wiederwählen, wechselwählen, abwählen, auswählen, taktisch wählen, Gesichter wählen, Programme wählen, Listen wählen, Kandidaten wählen, liberal wählen, konservativ wählen, sozialdemokratisch wählen, alternativ wählen, reinwählen, rauswählen.
Wählen wollen.
Wir sehn uns im Wahllokal.

]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Morgen ist es so weit. Ab 8 Uhr bitte:</p>
<p>erstwählen, wiederwählen, wechselwählen, abwählen, auswählen, <a title="Taktisch wählen? - taz" href="http://www.taz.de/pt/2006/09/16/a0295.1/text">taktisch wählen</a>, Gesichter wählen, Programme wählen, Listen wählen, Kandidaten wählen, liberal wählen, konservativ wählen, sozialdemokratisch wählen, alternativ wählen, reinwählen, rauswählen.</p>
<p>Wählen wollen.</p>
<p>Wir sehn uns im Wahllokal.
</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRSS>http://jungwaehlerblog.wahlgangberlin06.de/einmal-werden-wir-noch-wach/feed/</wfw:commentRSS>
		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Dürfte ich jetzt auch mal ausreden?&#8221;</title>
		<link>http://jungwaehlerblog.wahlgangberlin06.de/duell-pfluger-wowereit-rbb</link>
		<comments>http://jungwaehlerblog.wahlgangberlin06.de/duell-pfluger-wowereit-rbb#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 13 Sep 2006 12:10:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mathias</dc:creator>
		
	<category>Allgemein</category>
		<guid isPermaLink="false">http://jungwaehlerblog.wahlgangberlin06.de/duell-pfluger-wowereit-rbb</guid>
		<description><![CDATA[Gestern abend, 20:15, rbb: Das Duell. [Video]
 
&#8220;Die beiden aussichtsreichesten Kandidaten auf das Amt des Regierenden Bürgermeisters von Berlin stellen sich den Fragen von Petra Lidschreiber.&#8221; Das hatte mir jedenfalls das Fernsehprogramm angekündigt.
Ein Spitzengespräch also. Was auf Bundesebene vergangenes Jahr so gute Quoten produziert hat, kann auch im Berliner Wahlkampf nicht so falsch sein. Es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern abend, 20:15, rbb: <a title="Das Duell - Video" target="_blank" href="http://www.rbb-online.de/_/includes/multimediakonsole/mmkonsole_jsp/key=multimedia__4762625.html"><em>Das Duell.</em></a> [Video]</p>
<p><img width="270" height="216" id="image39" alt="Pflüger" src="http://jungwaehlerblog.wahlgangberlin06.de/wp-content/uploads/friedbert_pfluger.jpg" /> <img width="199" height="216" id="image40" alt="Wowereit" src="http://jungwaehlerblog.wahlgangberlin06.de/wp-content/uploads/klaus_wowereit.JPG" /></p>
<p>&#8220;Die beiden aussichtsreichesten Kandidaten auf das Amt des Regierenden Bürgermeisters von Berlin stellen sich den Fragen von Petra Lidschreiber.&#8221; Das hatte mir jedenfalls das Fernsehprogramm angekündigt.</p>
<p>Ein Spitzengespräch also. Was auf Bundesebene vergangenes Jahr so gute Quoten produziert hat, kann auch im Berliner Wahlkampf nicht so falsch sein. Es diskutieren: In der roten Ecke: Klaus Wowereit (67% der Berliner würden ihn direkt wählen, seine Partei liegt bei 33%). In der schwarzen Ecke: Friedbert Pflüger (ihn würden 19% direkt wählen, seine Partei steht bei 21%)<a id="more-38"></a></p>
<p>&#8220;Herr Pflüger, was schätzen Sie an Herrn Wowereit?&#8221;</p>
<p>Herr Pflüger zögert ein wenig, wackelt mit dem Kopf und findet dann, dass das eine schwere Frage ist. &#8220;Angenehm im Umgang&#8221; sei der Konkurrent. Dann ist der Angesprochene selbst dran, er lobt, dass Pfüger &#8220;die schwere Aufgabe&#8221; (gegen ihn zu kandidieren&#8230;) auf sich genommen habe. Wowereit redet noch drei, vier Sätze weiter, von der guten Arbeit des Herrn Pflüger, der sich &#8220;wacker geschlagen&#8221; habe. Wirkt alles ganz flüssig, ganz sympathisch, ganz Regierender Bürgermeister. Er hätte ebensogut sagen können:</p>
<p>&#8220;Herr Pflüger, dass Sie gegen mich keine Chance haben, ist ja klar. Nett, dass Sie&#8217;s versuchen, aber ich bleibe halt Wowi und Sie bleiben Friedbert Pflüger.&#8221;</p>
<p>Nachdem die Rollen bestätigt sind, ist Wirtschaftspolitik dran. Moderatorin Lidschreiber will zwar über konkrete Schritte zur Schaffung von Arbeitsplätzen reden, aber die beiden Männer finden die Ansiedlung von Unternehmen viel wichtiger und lassen sich auch von energischen Versuchen der Moderatorin, die Kontrolle über das Gespräch zurückzugewinnen, nicht abhalten.</p>
<p>Minutenlang werfen sich die beiden endlose Reihe von Unternehmensnamen an den Kopf, Wowereit rattert eine Reihe von Neuansiedlungen herunter, Pflüger hält dagegen, er habe eine ganze Liste von Investoren, die an ihn herangetreten seien&#8230;</p>
<p>&#8220;Soll ich jetzt sagen, ich hätte eine längere Liste als Herr Pflüger?&#8221; Der Bürgermeister dreht sich zum CDU-Kandidaten. &#8220;Seien Sie ehrlich. Sie haben keine Liste.&#8221;</p>
<p>Pflüger guckt ein wenig missmutig. Scheint frustriert, weil ihn Wowereit nicht ausreden lässt und er nicht dagegen halten kann. Er redet von den verlorenen Arbeitsplätzen der Rot-Roten Koalition.</p>
<p>&#8220;Das mag Ihnen jetzt irgendjemand aufgeschrieben haben. Sie kennen die Stadt nicht.&#8221;</p>
<p>Wowereit macht Stich um Stich. Ist ja langweilig. Konkret wird es sowieso nicht, weil die Fragen ziemlich allgemein formuliert sind und Moderatorin Lidschreiber sowieso keine Autorität hat. Vor einigen Wochen noch, bei einer ähnlichen Veranstaltung des Tagesspiegels, als die beiden Moderatoren ähnlich lang redeten wie die Duellanten, hatte Pflüger auf inhaltlicher Ebene überzeugender als der Amtsinhaber gewirkt. Klar, auch da wirkten seine Beiträge wie auswendig gelernt, auch da wirkte Wowereit souveräner, sympathischer - aber von Pflüger war man positiv überrascht.</p>
<p>Beim gestrigen Gespräch wollte das überhaupt nicht gelingen, der CDU-Mann war schon allein in seiner Wirkung allzu deutlich unterlegen - und nicht einmal mehr besonders kampfeslustig, als habe er eingesehen, was allen anderen schon seit Wochen klar ist:</p>
<p>Klaus Wowereit wird Regierender Bürgermeister bleiben.</p>
<p>Eine reine Show-Veranstaltung, haben wir ja eigentlich vorher gewusst. Die einzige wirklich spannende Entscheidung - wen wählen die Berliner als Koalitionspartner der SPD? Nach derzeitigem Stand könnte Wowereit zwischen Linkspartei und Grünen wählen.</p>
<p>In der heutigen Ausgabe des Tagesspiegels gibt es ein Duell zwischen Harald Wolf (Linkspartei) und Volker Ratzmann (Grüne). <em>Das</em> hätte doch spannend werden können - nur unterhalten sich die beiden die meiste Zeit über die WG, in der sie in den 80ern zusammen gewohnt haben.
</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRSS>http://jungwaehlerblog.wahlgangberlin06.de/duell-pfluger-wowereit-rbb/feed/</wfw:commentRSS>
		</item>
		<item>
		<title>PDS - rettende Soziale oder rote Socken?</title>
		<link>http://jungwaehlerblog.wahlgangberlin06.de/pds-rettende-soziale-oder-rote-socken</link>
		<comments>http://jungwaehlerblog.wahlgangberlin06.de/pds-rettende-soziale-oder-rote-socken#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 12 Sep 2006 16:08:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sarah</dc:creator>
		
	<category>Allgemein</category>
		<guid isPermaLink="false">http://jungwaehlerblog.wahlgangberlin06.de/pds-rettende-soziale-oder-rote-socken</guid>
		<description><![CDATA[ Die Auffassungen zur Linke.PDS sind so gegensätzlich wie zu kaum einer anderen Partei.
Auch an meiner Schule gab es die Möglichkeit letzten Freitag an der U18-Wahl teilzunehmen. Als ich gestern das schulinterne Ergebnis erfahren habe, war ich überrascht. Über 27 % der Schüler haben die PDS gewählt. Sie ist vor den Grünen der eindeutige Favorit der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> Die Auffassungen zur Linke.PDS sind so gegensätzlich wie zu kaum einer anderen Partei.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">Auch an meiner Schule gab es die Möglichkeit letzten Freitag an der U18-Wahl teilzunehmen. Als ich gestern das schulinterne Ergebnis erfahren habe, war ich überrascht. Über 27 % der Schüler haben die PDS gewählt. Sie ist vor den Grünen der eindeutige Favorit der 15 bis 17-Jährigen an meiner Schule.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">Als ich das am Mittagstisch erwähnt habe, ist meiner Mutter fast das Essen im Hals stecken geblieben. Sie konnte einfach nicht glauben, dass die heutige Jugend die Nachfolgepartei der SED wählen würde. „Da sitzen doch die alten Parteifunktionäre, die sich am liebsten die DDR zurückwünschen würden!“ Sie fragt sich was Jugendliche an dieser Partei so attraktiv finden.<a id="more-37"></a></p>
<p style="margin-bottom: 0cm">In ihren Wahlkampagnen verspricht sie viel. „Gute Arbeit. Für alle“ steht auf einem Plakat des Spitzenkandidaten. Hört sich gut an, aber auch utopisch. Eigentlich hat die PDS ja auch schon 5 Jahre Zeit gehabt, um an diesem Ziel zu arbeiten, schließlich stellt sie den Wirtschaftssenator. Aber soweit ich weiß, hat sich an den Arbeitslosenzahlen in Berlin nicht viel geändert.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">Ein anderer Aspekt, der den Reiz an der Partei ausmacht, sind vielleicht die Repräsentanten. Erst heute kam eine meiner Lehrerinnen gar nicht mehr aus dem Schwärmen über Gregor Gysi heraus. „Der Mann is klasse, der hat wirklich was drauf.“ Vor der Bundestagswahl gab es wohl kaum eine Talkshow ohne ihn.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">Von vielen in meinem Alter habe ich in letzter Zeit gehört, sie wissen zwar noch nicht, was sie wählen, aber auf jeden Fall nicht die PDS. Andere wiederum verteidigen sie mit vollem Einsatz, weil sie die einzige Partei sei, die sich konsequent gegen Krieg ausspricht und sich engagiert gegen Rechts einsetzte.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">Wie auch immer man dazu steht, in Bezug auf die PDS scheint das Prinzip zu gelten: Ganz oder gar nicht. Das Wahlergebnis meiner Schule scheint jedoch nicht repräsentativ für die gesamte Jugend zu sein, denn in ganz Berlin erreichte die PDS nur rund 8% der U18-Stimmen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRSS>http://jungwaehlerblog.wahlgangberlin06.de/pds-rettende-soziale-oder-rote-socken/feed/</wfw:commentRSS>
		</item>
		<item>
		<title>Berliner Jugendliche würden Rot-Grün wählen</title>
		<link>http://jungwaehlerblog.wahlgangberlin06.de/u18_jugendwahl</link>
		<comments>http://jungwaehlerblog.wahlgangberlin06.de/u18_jugendwahl#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 11 Sep 2006 22:13:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mathias</dc:creator>
		
	<category>Allgemein</category>
		<guid isPermaLink="false">http://jungwaehlerblog.wahlgangberlin06.de/berliner-jugendliche-wurden-rot-grun-wahlen</guid>
		<description><![CDATA[Die Testwahl der Initiative U18 ergab eine komfortable Mehrheit für eine Koalition aus SPD und Grünen, die als zweitstärkste Kraft deutlich vor der CDU landeten.
Wahlberechtigt waren alle Berliner Jugendliche unter 18 Jahren (die meisten Wähler waren zwischen 14 und 16), Wahllokale waren Jugendclubs, Schulen, Sportvereine oder Straßenstände.
Auffallend ist das gute Abschneiden der NPD in einigen Bezirken [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Testwahl der Initiative <a title="U 18" href="http://u18.org/">U18</a> ergab eine komfortable Mehrheit für eine Koalition aus SPD und Grünen, die als zweitstärkste Kraft deutlich vor der CDU landeten.</p>
<p>Wahlberechtigt waren alle Berliner Jugendliche unter 18 Jahren (die meisten Wähler waren zwischen 14 und 16), Wahllokale waren Jugendclubs, Schulen, Sportvereine oder Straßenstände.</p>
<p>Auffallend ist das gute Abschneiden der NPD in einigen Bezirken - in Mahrzahn-Hellersdorf erreicht die Partei alarmierende 13 Prozent.</p>
<p><a id="more-36"></a></p>
<p>Mit 36,92% steht mit der SPD ein klarer Testwahlsieger fest - die Grünen erreichen 15,46%, die CDU liegt deutlich abgeschlagen auf dem dritten Platz (10,73%). Dahinter folgt die Linkspartei mit 8,09% - und als kleine Überraschung meistert die Tierschutzpartei die 5-Prozent-Hürde (5,56%). Die FDP ist mit 3,76% für die Jugendlichen politisch bedeutungslos. Die WASG läuft unter &#8220;Sonstige&#8221;</p>
<p>Die traditionellen Hochburgen finden sich auch im Votum der 13761 Teenager, die am Sonntag ihre Stimme abgeben haben, wieder:</p>
<p>Die Grünen überzeugten 43,38% der 0-18jährigen in Friedrichshain-Kreuzberg - das ist ziemlich genau Ströbeles Erststimmenanteil bei der Bundestagswahl (der für das Gesamtergebnis relevanten Zweitstimmenanteil lag allerdings nur bei gut 20%).<br />
Auch die Tierschutzpartei kommt in diesem Bezirk auf überraschende 8,94%.</p>
<p>Die CDU wird in zwei Bezirken zweitstärkste Kraft (insgesamt wird sie nur in fünf zweistellig), in Neukölln und Spandau. Interessanterweise sind das Bezirke, in denen auch die SPD mit über 40% besonders stark ist.</p>
<p>In Mitte und Tempelhof-Schöneberg erreichen die Sozialdemokraten absolute Mehrheiten, die Linkspartei erreicht in ihrer Hochburg Lichtenberg auch bei den Berliner Jugendlichen mit 16,79% ihr Top-Ergebnis.</p>
<p>Schockierend ist das Absschneiden der NPD - das Gesamtergebnis von gut 4% ist schon schlimm - aber ein drei Bezirken ist der Stimmenanteil der Rechtsextremen so erschreckend hoch, dass Handlungsbedarf besteht.</p>
<p>Dass die drei Bezirke Lichtenberg, Treptow-Köpenick und Marzahn-Hellersdorf ist wenig überraschend - die Prozentmarken der von 7,9, 9,84 und 13,65 sind es in diesem Ausmaß tatsächlich.</p>
<p>Die NPD würde also nach dem Willen der unter 18 in Marzahn-Hellersdorf zweitstärkste Kraft werden - das findet auch Schirmherr Momper &#8220;bestürzend&#8221;. Die Initiative U18 schränkt zwar ein, dass die meisten teilnehmenden Jugendclubs in den Plattenbaugebieten gelegen hätten und kaum Gymnasien teilgenommen hätten, dennoch bleibt das Ergebnis erschreckend.</p>
<p>Die 13,65% resultieren nicht aus rechtem Gequatsche im Freundeskreis, sondern aus 13,65% der Kreuze auf dem Stimmzettel der Testwahl - überhaupt teilzunehmen signalisiert schon ein, wenn auch noch so geringes, Interesse an Politik. Es geht also nicht um Jugendliche, die für demokratische Grundprinzipien völlig unempfänglich wären - gerade deswegen muss sich mit dem Testwahlergebnis auseinandergesetzt werden.</p>
<p>Es ist ein deutlich artikuliertes politisches Signal. Noch - in den Bezirken dürfen am 17. September erstmals 16jährige wählen.
</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRSS>http://jungwaehlerblog.wahlgangberlin06.de/u18_jugendwahl/feed/</wfw:commentRSS>
		</item>
		<item>
		<title>Wahlbegleiter</title>
		<link>http://jungwaehlerblog.wahlgangberlin06.de/wahlbegleiter</link>
		<comments>http://jungwaehlerblog.wahlgangberlin06.de/wahlbegleiter#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 09 Sep 2006 09:03:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sarah</dc:creator>
		
	<category>Allgemein</category>
		<guid isPermaLink="false">http://jungwaehlerblog.wahlgangberlin06.de/wahlbegleiter</guid>
		<description><![CDATA[Wer, wie ich, immer noch jede freie Minute nutzt um auf Parteihomepages und Wahlinfoseiten nach der defintiven Entscheidung zu suchen, oder wer sich einfach so über die Wahl informieren will, dem sei der Wahlbegleiter dringend empfohlen.
Dieses „funktionale Webbrowser-Plugin“ erspart einem das ewige Googlen und funktioniert wie ein Inhaltsverzeichnis zur Berliner Wahl fürs Internet.
Probiert´s einfach aus! [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer, wie ich, immer noch jede freie Minute nutzt um auf Parteihomepages und Wahlinfoseiten nach der defintiven Entscheidung zu suchen, oder wer sich einfach so über die Wahl informieren will, dem sei der <a href="http://www.wahlbegleiter.de" target="_blank">Wahlbegleiter</a> dringend empfohlen.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">Dieses „funktionale Webbrowser-Plugin“ erspart einem das ewige Googlen und funktioniert wie ein Inhaltsverzeichnis zur Berliner Wahl fürs Internet.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">Probiert´s einfach aus! Kost` nix und mir hat es schon sehr weitergeholfen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRSS>http://jungwaehlerblog.wahlgangberlin06.de/wahlbegleiter/feed/</wfw:commentRSS>
		</item>
		<item>
		<title>Politiker live!</title>
		<link>http://jungwaehlerblog.wahlgangberlin06.de/politiker-live</link>
		<comments>http://jungwaehlerblog.wahlgangberlin06.de/politiker-live#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 09 Sep 2006 08:59:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sarah</dc:creator>
		
	<category>Allgemein</category>
		<guid isPermaLink="false">http://jungwaehlerblog.wahlgangberlin06.de/politiker-live</guid>
		<description><![CDATA[ Plötzlich wurden die hübschen Plakate lebendig. Ich durfte einfach mal zurückgrinsen, als die Nummern 1 bis 3 meines Erststimm-Wahlzettels vor mir saßen. Es waren ca. 2 Meter, die mich von den Menschen, denen ich vielleicht mein Kreuzchen widmen werde, trennten.
Leider glich die Atmosphäre weniger der einer schicken Polit-Talkshow im Fernsehen. Ich saß in der Aula [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> Plötzlich wurden die hübschen Plakate lebendig. Ich durfte einfach mal zurückgrinsen, als die Nummern 1 bis 3 meines Erststimm-Wahlzettels vor mir saßen. Es waren ca. 2 Meter, die mich von den Menschen, denen ich vielleicht mein Kreuzchen widmen werde, trennten.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">Leider glich die Atmosphäre weniger der einer schicken Polit-Talkshow im Fernsehen. Ich saß in der Aula meiner Schule. Die Politiker nahmen hinter den Tischen platz, auf denen ich normalerweise meine Klausuren schreibe. Der einzige Unterschied war, dass ein paar Gläser und Mineralwasser kunstvoll auf einer bunt karierten Papierserviette drapiert waren.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">Das spannendste war die Vorstellungsrunde.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm"><a id="more-34"></a></p>
<p style="margin-bottom: 0cm">Frau Renate Harant (SPD), als einzige Frau, durfte natürlich beginnen und womit fängt man an, um Sympathie bei den Zuhörern zu wecken? Man versucht eine Verbindung zum Publikum aufzubauen. Und wie praktisch: ihr Sohn hat auf unserer Schule Abitur gemacht. Von Beruf sei sie Lehrerin und genauso sah sie auch aus: „Mittelalter“, kurzer Haarschnitt mit blonden Strähnchen, Brille. Sie plauderte ein bisschen von ihrem Abgeordneten-Dasein und dass sie die jüngste Schulreform mitverbrochen habe. Da sie vor den Opfern dieses Werkes saß, brachte ihr das nicht gerade Pluspunkte ein.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">Begleitet wurde sie von ihrem Parteikollegen Dirk Retzlaff, auch er posaunte gleich heraus, dass er auf dieser Schule war und bemerkte, dass sich seitdem (und das muss schon lange her sein) kaum was verändert habe, wobei er den Blick durch die Aula schweifen ließ. Die kaputten Vorhänge waren wohl in den 70ern mal modern.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">Herr Ernst Welters (PDS) saß etwas abseits zur Linken und berichtete, dass er den schönen Beruf des Konfektmachers lernen durfte. Man sah ihm an, dass er gern mal nascht. Auch sonst machte er auf den ersten Blick einen gemütlichen Eindruck. Grauer Rauschebart, bequeme Sitzposition, gefälliges Lächeln.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">Als letzter kam Oliver Scholz (CDU) an die Reihe. Im Gegensatz zu den anderen, stand er sofort auf und verpackte schon politische Statements in die Vorstellung: Seine Tochter sei gerade auf dem privaten evangelischen Gymnasium eingeschult worden und gehöre damit zum kleinen Kreis der Glücklichen.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">Nach der Vorstellung und den ersten „Lauter bitte!“-Rufen aus den letzten Reihen, mussten sich die Volksvertreter gleich den Fragen der Schüler stellen – und die waren gar nicht harmlos. Im Laufe der Stunde entwickelten sich die Umgangsformen von: „Hab ich Sie jetzt richtig verstanden&#8230;“, über „Sie wollen doch nicht ernsthaft behaupten&#8230;“ bis hin zu „Was ist das denn für ein Schwachsinn!“. Die Politiker blieben erstaunlich gelassen und reagierten meist konstruktiv.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">Inhaltlich ging es hauptsächlich um Bildung und die große Frage der „Gemeinschaftsschule“ bis zur 10. Klasse. Herr Welters will in Sachen Bildung erstmal herumexperimentieren, Herr Retzlaff ist für Lernen aller unter einem Dach, Frau Harant für Ganztagsschulen und Herr Scholz für eine größere Vielfalt an Spezialschulen.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">Nach dem die Vor- und Nachteile heiß diskutiert wurden, kam endlich die interessanteste Frage. „Was sie alles machen wollen ist ja schön und gut, aber wie soll es eigentlich finanziert werden?“</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">Tja, da waren dann plötzlich alle mit ihrer Weisheit am Ende. Frau Harant setzt ihre Hoffnungen auf die Klage Berlins auf Unterstützung der Länder. Herr Scholz will, dass Schwarzarbeit intensiver bekämpft wird. Aber wirklich überzeugt klang keiner.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">Alles in allem war die Runde unterhaltsam und einem wurde einmal mehr klar, dass niemand ein Patentrezept für Berlins Probleme hat. Meiner Wahlentscheidung hat es mich leider kaum näher gebracht. Im Gegenteil: Jeder Politiker konnte ja nachvollziehbare Argumente für seine Positionen nennen. Auch was ich vorher ausgeschlossen hatte, scheint plötzlich gar nicht mehr so unmöglich.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">
<p style="margin-bottom: 0cm">
<p style="margin-bottom: 0cm">
<p style="margin-bottom: 0cm">
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRSS>http://jungwaehlerblog.wahlgangberlin06.de/politiker-live/feed/</wfw:commentRSS>
		</item>
		<item>
		<title>Und nun, lieber Wowi, wer soll dein Herzblatt sein?</title>
		<link>http://jungwaehlerblog.wahlgangberlin06.de/und-nun-lieber-wowi-wer-soll-dein-herzblatt-sein</link>
		<comments>http://jungwaehlerblog.wahlgangberlin06.de/und-nun-lieber-wowi-wer-soll-dein-herzblatt-sein#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 07 Sep 2006 20:34:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mathias</dc:creator>
		
	<category>Allgemein</category>
		<guid isPermaLink="false">http://jungwaehlerblog.wahlgangberlin06.de/und-nun-lieber-wowi-wer-soll-dein-herzblatt-sein</guid>
		<description><![CDATA[
Klaus hat es gut. Das Publikum liebt den smarten Berliner auf Partnersuche - und hinter der Schattenwand buhlen gleich drei Verehrer um die Gunst des 53jährigen: Friedbert (51) aus Hannover, Franziska (61) aus Dresden und Klaus&#8217; Ex, der 50jährige Harald aus Offenbach.

Allerdings hatte schon Klaus&#8217; erste Frage (&#8221;Sollte ich mich für Dich entscheiden - würdest [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img width="138" height="211" id="image31" alt="Wowi Rot" src="http://jungwaehlerblog.wahlgangberlin06.de/wp-content/uploads/wowirot.jpg" /><img width="137" height="211" id="image32" alt="Wowi Grün" src="http://jungwaehlerblog.wahlgangberlin06.de/wp-content/uploads/wowigrun.jpg" /><img width="137" height="211" id="image33" alt="Wowi Schwarz" src="http://jungwaehlerblog.wahlgangberlin06.de/wp-content/uploads/wowischwarz.jpg" /></p>
<p>Klaus hat es gut. Das Publikum liebt den smarten Berliner auf Partnersuche - und hinter der Schattenwand buhlen gleich drei Verehrer um die Gunst des 53jährigen: Friedbert (51) aus Hannover, Franziska (61) aus Dresden und Klaus&#8217; Ex, der 50jährige Harald aus Offenbach.</p>
<p><a id="more-30"></a><br />
Allerdings hatte schon Klaus&#8217; erste Frage (&#8221;Sollte ich mich für Dich entscheiden - würdest Du mir Deine Liebe beweisen, indem du für immer nach Berlin ziehst?&#8221;) den Kreis der potenziellen Legislaturperioden-Abschnitts-Partner reduziert: Während Harald und Franziskas flammende Liebesschwüre gut ankamen, wirkten Friedberts Sprüche auf Klaus irgendwie oberflächlich und auswendig gelernt. Am Ende sagte er noch, dass auch Hannover sehr schön sei - unromantisch!</p>
<p>Nach den Einschätzungen der Liebesexperten von Infratest dimap liegt das Love-O-Meter für Harald und Klaus bei 48%, Franziska und Klaus lägen mit 47% dicht dahinter. Die Zuschauer haben allerdings eine andere Meinung: Ein Telefon-Voting ergab, dass 22% der werberelevaten Zielgruppe am liebsten eine rot-grüne Traumhochzeit sähe - nur 16% stimmten für Harald und Klaus - vielleicht weil beide angekündigt hatten, komplett in rot gekleidet zu erscheinen?</p>
<p>Die Entscheidung liegt aber bei Klaus  - und es bleibt spannend! Mit beiden Bewerbern gab es unverbindliche Flirts, an beiden hat der Publikumsliebling etwas auszusetzen. Wird sich derjenige durchsetzen, der glaubhaft versichern kann, viel mehr als der Konkurrent im Haushalt mitzuhelfen? Alles ist möglich, Klaus ist immer für einen Skandal gut - wird er sogar TV-Geschichte schreiben und als erster bigamer Kandidat Franziska <em>und </em>Harald als Herzblatt wählen?</p>
<p>Seien Sie dabei, am 17, September, beim großen Finale! Welches Pärchen gewinnt die Traumreise ins Abgeordnetenhaus?
</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRSS>http://jungwaehlerblog.wahlgangberlin06.de/und-nun-lieber-wowi-wer-soll-dein-herzblatt-sein/feed/</wfw:commentRSS>
		</item>
		<item>
		<title>Und sonst so?</title>
		<link>http://jungwaehlerblog.wahlgangberlin06.de/und-sonst-so</link>
		<comments>http://jungwaehlerblog.wahlgangberlin06.de/und-sonst-so#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 05 Sep 2006 16:25:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mathias</dc:creator>
		
	<category>Allgemein</category>
		<guid isPermaLink="false">http://jungwaehlerblog.wahlgangberlin06.de/und-sonst-so</guid>
		<description><![CDATA[Stimmzettel - der Begriff ist eigentlich eine ziemliche Untertreibung. Um die wahlentscheidenden Zweitstimmen streiten sich nämlich 23 Parteien - der Stimmzettel [pdf] erinnert in seiner Länge dann doch eher an eine mittelalterliche Schriftrolle&#8230;
Von der AGFG bis zur PSG - was wollen die ganz kleinen Parteien?

Jeweils 32 Mitglieder zählen Deutsche Arbeitslosen Partei und Feministische Partei DIE [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Stimm<em>zettel - </em>der Begriff ist eigentlich eine ziemliche Untertreibung. Um die wahlentscheidenden Zweitstimmen streiten sich nämlich 23 Parteien - der <a target="_blank" title="Stimmzettel Mitte (pdf)" href="http://www.statistik-berlin.de/wahlen/aghbvvwahl-2006/stimmzettel/sz-ah2-01.pdf">Stimmzettel</a> [pdf] erinnert in seiner Länge dann doch eher an eine mittelalterliche Schriftrolle&#8230;</p>
<p>Von der AGFG bis zur PSG - was wollen die ganz kleinen Parteien?</p>
<p><a id="more-29"></a></p>
<p>Jeweils 32 Mitglieder zählen <em>Deutsche Arbeitslosen Partei</em> und <em>Feministische Partei DIE FRAUEN</em> in Berlin - damit sind sie, dicht gefolgt von <em>Neues Forum</em> und der <em>Humanwirtschaftspartei</em> (die auf je 35 Mitglieder kommen), die kleinsten Parteien, die am 17. September die Regierungskoalition aus <em>SPD </em>(17.000  Mitglieder in Berlin) und <em>Linkspartei.PDS</em> (10.000) ablösen wollen.</p>
<p>Wer sich einen Überblick über die verschiedenen Gruppierungen machen will, findet auf den Seiten der bpb eine <a target="_blank" title="Wer steht zur Wahl?" href="http://www.bpb.de/methodik/A06RKQ,0,0,Welche_Parteien_stehen_zur_Wahl.html">Kurzübersicht</a> (auch als <a title="Wer steht zur Wahl ? (Flash)" target="_blank" href="http://www.bpb.de/fsd/welcheparteienstehenzurwahl/index_berlin.php">Flash-Tool</a>) - dort lassen sich die inhaltlichen Schwerpunkte anhand von kurzen(!) Statements zu sieben Themengebieten vergleichen.</p>
<p>Spaßig ist das allemal: Die <em>Anarchistische Pogo-Partei</em> <em>Deutschland</em>s fordert etwa die &#8220;Einführung der Jugendrente, denn Abeit ist scheiße&#8221;, <em>Neues Forum</em> möchte &#8220;vor einem Kassensturz&#8221; überhaupt keine Aussagen zur Finanzpolitik treffen, die <em>Bürgerrechtsbewegung Solidarität</em> fordert mehr &#8220;klassischen Baustil Schinkels&#8221; im Stadtbild und &#8220;der Spitzenkandidat der ödp ist Facherzieher für Medien, Sport und Integration und wird seit Jahren nicht eingestellt in seinem Beruf!&#8221;
</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRSS>http://jungwaehlerblog.wahlgangberlin06.de/und-sonst-so/feed/</wfw:commentRSS>
		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Meine Vorredner haben es ja schon erwähnt&#8230;&#8221;</title>
		<link>http://jungwaehlerblog.wahlgangberlin06.de/migrationsrat-podiumsdiskussion-integrationskonzept</link>
		<comments>http://jungwaehlerblog.wahlgangberlin06.de/migrationsrat-podiumsdiskussion-integrationskonzept#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 03 Sep 2006 15:14:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mathias</dc:creator>
		
	<category>Allgemein</category>
		<guid isPermaLink="false">http://jungwaehlerblog.wahlgangberlin06.de/meine-vorredner-haben-es-ja-schon-erwahnt</guid>
		<description><![CDATA[Um in die Räume des Migrationsrates zu gelangen, muss ich in die Oranienstraße fahren, die Hausnummer 34 suchen, durch den Hauseingang hindurch gehen, in den Hinterhof, wo mich ein buntes DIN A4 - Schild auf eine enge Tür hinweist, durch die ich mich zwänge, um schliesslich mit einem mit Graffity überzogenen, nicht sehr Vertrauen erweckenden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Um in die Räume des Migrationsrates zu gelangen, muss ich in die Oranienstraße fahren, die Hausnummer 34 suchen, durch den Hauseingang hindurch gehen, in den Hinterhof, wo mich ein buntes DIN A4 - Schild auf eine enge Tür hinweist, durch die ich mich zwänge, um schliesslich mit einem mit Graffity überzogenen, nicht sehr Vertrauen erweckenden Aufzug in den ersten Stock zu fahren.</p>
<p>Hierhin hat der Migrationsrat Berlin &#038; Brandenburg zur Diskussion eingeladen, Thema: Das Integrationskonzept für Berlin.<a id="more-28"></a></p>
<p>Auf dem Podium sitzen Thomas Kleineidam (SPD), Giyasettin Sayan (Linkspartei), Volker Ratzmann (Grüne) und Nezih Ülkekul, parteilos und in Pflügers Schattenkabinett als Migrationsbeauftragter vorgesehen.<br />
Dazwischen steht noch ein weiteres Schildchen, &#8220;Martin Lindner, FDP&#8221; steht darauf, der dazugehörige Stuhl wird aber den Abend über leer bleiben. Dr. Martin Lindner lässt sich entschuldigen, er kommt vielleicht später noch.<br />
Im Publikum sitzen 17 Zuhörer, den Tontechniker mit eingerechnet.</p>
<p>Aus den Parteiprogrammen weiß ich, dass für die SPD <a title="Wahlprogramm SPD - Integration" href="http://www.berlinwahl.spd.de/servlet/PB/menu/1674188/index.html#integration">Integrationspolitik Zukunftspolitik</a> ist. Dass die Linkspartei ein <a target="_blank" title="Wahlprogramm Linkspartei - Vielfalt" href="http://www.linkspartei-berlin.de/wahlen/wahl_2006/wahlprogramm/9_soziale_stadt_foerdert_vielfalt_und_zusammenhalt/">&#8220;gleichberechtiges Miteinander fördern&#8221;</a> will. Dass für die CDU die Integration eine <a target="_blank" title="Wahlprogramm CDU" href="http://www.cdu-lv-berlin.de/B-Wahl-2006/Berlin_kann_mehr.pdf">Zukunftsaufgabe</a> [pdf] ist. Dass die Grünen Integration als <a target="_blank" title="Wahlprogramm Grüne - Miteinander" href="http://gruene-berlin.de/site/fileadmin/dateien/2006/themenflyer/miteinander.pdf">&#8220;Chance und Verantwortung&#8221;</a> [pdf] sehen. Dass die FDP ein <a target="_blank" title="Wahlprogramm FDP" href="http://www.metatag.de/webs/fdp/berlin-wahl/files/wahlprogramm/fdp.wahlprogramm.pdf">&#8220;Klima der Toleranz&#8221;</a> erreichen möchte.</p>
<p>Schön.</p>
<p>Gibt&#8217;s was neues? CDU-Kandidat Ülkekul sagt, Deutschland sei ein Einwanderungsland. SPD-Mann Kleineidam möchte das Integrationskonzept fortentwickeln. Der Grüne Ratzmann sieht die Migration als einen Bestandteil der Stadt. Linkspartei-Politiker Sayan verteidigt die aktuelle Regierung, sie habe &#8220;eine ganze Menge erreicht&#8221;.</p>
<p>Alle sind sich also einig, prima.</p>
<p>Nach einer Viertelstunde: Fragen aus dem Publikum. Gute Fragen. Wie wird der Begriff Integration definiert? Wäre eine Quotierung der Ausbildungsplätze sinnvoll? Welche Rolle spielt die Muttersprache?</p>
<p>Würde man die Namensschildchen vor den Politikern vertauschen, es würde nicht auffallen. Integrationspolitik ist nicht Verkehrspolitik. Niemand muss den Ausbau einen Autobahn gegen ökologische Bedenken verteidigen. Irgendwie muss auf irgendwelche Prozesse &#8220;eingewirkt werden&#8221;, es muss &#8220;ein Klima geschaffen werden&#8221; und Dialog ist auch ganz wichtig. Da sind sich alle einig. &#8220;Meine Vorredner haben es ja schon erwähnt.&#8221;<br />
Zwischendurch brandet ein wenig Streit auf, aber da geht es gerade um ein anderes Thema, Sayan hat das Bildungssystem verantwortlich gemacht und die Einheitsschule gefordert. Lauter Protest von der SPD. Lauter Protest von den Grünen. CDU-Kandidat Ülkekul runzelt fast unmerklich die Stirn.<br />
Moment. Kein Aufschrei? Keine emotionale Gegenrede? Gegen &#8220;Einheitsbrei&#8221; und &#8220;Kampf gegen das Gymnasium&#8221;? Ülkekul hält sich aus der Debatte heraus, er antwortet, wenn er gefragt wird, keine Zwischenrufe, nichtmal ein Nachtrag, wenn er in einem anderen Statement angegriffen wurde.<br />
Ülkekul besteht darauf, dass er nur für die CDU kandidiert, aber kein Mitglied ist. &#8220;Und daran soll sich auch nichts ändern&#8221;. Immer wieder weist er in seinen Beiträgen auf Friedbert Pflüger hin, auf eine Rede irgendwo, oder sein 15-Punkte-Programm. Immerhin steht dieser Mann im Schattenkabinett, dennoch hat man den Eindruck, hier nicht die CDU-Politik serviert zu bekommen.<br />
Iregendwann wird Ülkekul mit dem Söder-Zitat &#8220;Abschiebung statt Integration&#8221; konfrontiert. Er schüttelt den Kopf. &#8220;Pflüger würde sowas nicht sagen.&#8221; Überhaupt, diese Erklärungsnöte. Immer wieder will der offenbare Spagat zwischen CDU-Linie und eigener migrantischer Herkunft nicht so recht gelingen.</p>
<p>Zuruf aus dem Publikum: &#8220;Integration ist doch keine einseitige Sache! Da muss doch auch aus der Gesellschaft etwas entgegen kommen!&#8221; Ülkekul sagt: &#8220;Natürlich!&#8221;. Man fragt sich, ob das ein Friedbert Pfüger, ein Ingo Schmitt, genauso kommentiert hätte.<br />
Ülkekul balanciert noch ein wenig mit Thesen zur Ausbildungssituation, er hält das Papier hoch, das der Migrationsrat verteilt hat. Klingt gut. Es passt nur nicht zur CDU.</p>
<p>&#8220;Du hast ja völlig Recht. Ich verstehe nur nicht, warum du dich für diese Partei hergibst.&#8221;</p>
<p>Überhaupt hat Volker Ratzmann die komfortabelste Position. Er ist Oppositionspolitiker, kann mit dem Finger auf Kleineidam und Sayan zeigen (&#8221;Ja! Jaaaa! Genau! Aber daaaa sitzen die, die das verbockt haben!&#8221;), er ist Grüner und wirkt im Gebiet Integration glaubhaft. Spielt ein wenig Joschka Fischer. Er hängt tief in seinem Stuhl, vergräbt das Gesicht in seinen Händen (wenn Sayan redet), versucht, ein bisschen die Stirn zu runzeln, guckt missmutig.</p>
<p>Er ist der einzige, der den Streit im Gespräch sucht. Er scheint der einzige zu sein, der den anderen zuhört. Es beginnt, interessant zu werden! Inhaltlich gibt es nix zu streiten, versuchen wir, herauszufinden, welche Partei es ernst meint. Zwar haben alle anderen wenig Interesse an einer Auseinandersetzung, dennoch, der Kern des Gespäches verschiebt sich jetzt von hehren Idealen zu praktischer Umsetzung.</p>
<p>Die Debatte dauert drei Stunden. Hinterher kann ich es nicht fassen: Ich habe mich nicht eine Minute gelangweilt. Ich habe zwar kaum einen konkreten Vorschlag gehört, über den nicht Einigkeit geherrscht hätte - aber über die gesamten drei Stunden habe ich tatsächlich einen Eindruck gewonnen, welche Parteien ihren Konzepten Priorität einräumen, wer gern formuliert und wem das Formulierte ein tatsächliches Anliegen ist.</p>
<p>Für diesen Eindruck musste ich in die Oranienstrasse, die Hausnummer 34 suchen, durch den Hauseingang in den Hinterhof, mich durch die enge Tür zwängen und den nicht sehr Vertrauen erweckenden Aufzug benutzen. Und drei Stunden lang zuhören, mit der Befürchtung, dass den 17 Zuhören, überwiegend Migranten, ziemlich nach dem Mund geredet wird.</p>
<p>Hätte ich das vorher gewusst, ich wäre niemals hingegangen.
</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRSS>http://jungwaehlerblog.wahlgangberlin06.de/migrationsrat-podiumsdiskussion-integrationskonzept/feed/</wfw:commentRSS>
		</item>
		<item>
		<title>Wir leben im Jahre 1947</title>
		<link>http://jungwaehlerblog.wahlgangberlin06.de/sarrazin_-wir_leben_im_jahre_1947</link>
		<comments>http://jungwaehlerblog.wahlgangberlin06.de/sarrazin_-wir_leben_im_jahre_1947#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 01 Sep 2006 11:30:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mathias</dc:creator>
		
	<category>Allgemein</category>
		<guid isPermaLink="false">http://jungwaehlerblog.wahlgangberlin06.de/sarrazin_-wir_leben_im_jahre_1947</guid>
		<description><![CDATA[      Der letzte Winter war katastrophal. Über 1100 Berliner sind erfroren oder an          Entkräftung gestorben. Seit zwei Jahren hält die Rote Armee die Kontrolle über die          Stadt, immer stärker wird der Verkehr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img width="97" height="103" align="left" alt="Berlin 1947" id="image21" src="http://jungwaehlerblog.wahlgangberlin06.de/wp-content/uploads/2006/09/bild2.thumbnail.jpg" /><img width="25" height="101" align="left" alt="leer" id="image22" src="http://jungwaehlerblog.wahlgangberlin06.de/wp-content/uploads/2006/09/unbenannteqe.jpg" />      Der letzte Winter war katastrophal. Über 1100 Berliner sind erfroren oder an          Entkräftung gestorben. Seit zwei Jahren hält die Rote Armee die Kontrolle über die          Stadt, immer stärker wird der Verkehr zwischen der Bi-Zone und Westdeutschland      behindert. Doch immerhin: &#8220;Der Schutt ist abgeräumt. Wir leben nicht mehr im Jahre      1945, sondern wir leben im Jahre 1947.&#8221;<a id="more-19"></a></p>
<p>Das ist zumindest die Analyse d<span style="font-size: 8pt; font-family: Arial">es Berliner Finanzsenators Thilo Sarrazin. Grund dieser zeithistorisch einigermaßen gewagten These ist für den SPD-Mann die wirtschaftliche Lage der Hauptstadt: „Wenn man sich die Zahlen ansieht, die der Wirtschaft, der Migranten, des zahlenden Kulturpublikums, dann sieht man, dass Berlin eben doch nur eine durchschnittliche Stadt ist“, sagte Sarrazin <a target="_blank" title="Sarrazin in der ZEIT" href="http://www.zeit.de/2006/36/Berlin-Probleme?page=all">gegenüber der ZEIT</a>. </span><span style="font-size: 8pt; font-family: Arial"> </span></p>
<p><span style="font-size: 8pt; font-family: Arial" /><span style="font-size: 8pt; font-family: Arial">Es überrascht nicht, dass der Senator mit seiner Einschätzung, man müsse Berlin weniger mit München oder Hamburg vergleichen, sondern eher mit Essen oder Dortmund, das gesamte politische Spektrum aus dem Winterschlaf des vor sich hin dümpelnden Wahlkampfes reißt. </span><span style="font-size: 8pt; font-family: Arial"> </span></p>
<p><span style="font-size: 8pt; font-family: Arial" /><span style="font-size: 8pt; font-family: Arial" /><span style="font-size: 8pt; font-family: Arial">CDU-Spitzenkandidat Pflüger freut sich zwar, dass sich Sarrazins Einschätzung mit seiner eigenen deckt und nutzt die Gelegenheit, um auf die 300000 Arbeitslose des Landes hinzuweisen. Dann erinnert er sich aber an seinen Vorwurf an Wowereit, er würde die Stadt „schlechter machen, als sie ist“ und findet die Analyse des Senators dann doch „daneben“.</span> <span style="font-size: 8pt; font-family: Arial" /><span style="font-size: 8pt; font-family: Arial" /><span style="font-size: 8pt; font-family: Arial" /><span style="font-size: 8pt; font-family: Arial">FDP-Fraktionschef Lindner bedankt sich bei Sarrazin. Er habe mit seiner „Ehrlichkeit“ den „Märchenonkel Wowereit“ bloßgestellt. Das unterscheide ihn „von den anderen rot-roten Schaumschlägern“. </span> <span style="font-size: 8pt; font-family: Arial" /><span style="font-size: 8pt; font-family: Arial">Grünen-Spitzenkandidatin Eichstädt-Bohlig wirft dem Finanzsenator vor, er denke „nur in Zahlen“ und interessiere sich nicht für die Zukunfstgestaltung. </span><span style="font-size: 8pt; font-family: Arial" /><span style="font-size: 8pt; font-family: Arial">  </span></p>
<p><span style="font-size: 8pt; font-family: Arial" /><span style="font-size: 8pt; font-family: Arial">Zwei Wochen vor der Wahl hätte es sicher Aussagen gegeben, über die man sich im Willy-Brandt-Haus mehr gefreut hätte – also reiht sich auch die eigene Partei in die muntere Riege der Kritiker ein. Das sei „ein typischer Sarrazin“ ist da vom Regierenden Bürgermeister zu hören, „er sollte sich auf seine Arbeit beschränken.“ schäumt Parteichef Müller, der historische Vergleiche offenbar sowieso nicht mag, damit sollten „alle aufhören“. </span><span style="font-size: 8pt; font-family: Arial" /><span style="font-size: 8pt; font-family: Arial">  </span></p>
<p><span style="font-size: 8pt; font-family: Arial" /><span style="font-size: 8pt; font-family: Arial">Beim allgemeinen Sarrazin-Bashing wirkt der Koalitionspartner Linkspartei.PDS vergleichsweise gelassen. Der historische Vergleich sei zwar „unangebracht“, so Landeschef Leder, grundsätzlich stimme aber die Analyse, dass der Schutt weggeräumt sei, die Aufbauarbeit aber noch anstünde. </span><span style="font-size: 8pt; font-family: Arial" /><span style="font-size: 8pt; font-family: Arial">  </span></p>
<p><span style="font-size: 8pt; font-family: Arial" /><span style="font-size: 8pt; font-family: Arial">Sicher fühlen sich nur wenige Berliner wohl in der Vorstellung, eher in Essen als in Hamburg zu leben, wahlkampftaktisch dürfte Sarrazin seiner Partei eher geschadet haben. </span><span style="font-size: 8pt; font-family: Arial"> </span><span style="font-size: 8pt; font-family: Arial">Und ob er im Falle eines Wahlsieges überhaupt Senator bleibt, ist nicht sicher – es ist nicht das erste Mal, dass Sarrazin mit unbequemen Äusserungen die Genossen ärgert. </span></p>
<p><span style="font-size: 8pt; font-family: Arial" /><span style="font-size: 8pt; font-family: Arial" /><span style="font-size: 8pt; font-family: Arial">Trotzdem: Sarrazin war nur ehrlich und hat für eine These gesorgt, die sich von den Nullphrasen, die im bisherigen Wahlkampf zu hören waren, abhebt. </span><span style="font-size: 8pt; font-family: Arial">  </span><span style="font-size: 8pt; font-family: Arial"> </span><span style="font-size: 8pt; font-family: Arial" /><span style="font-size: 8pt; font-family: Arial" /><span style="font-size: 8pt; font-family: Arial">Schade, dass er schon wieder <a target="_blank" title="Richtigstellung der ZEIT-Meldung" href="http://www.presseportal.de/story.htx?nr=867156">zurück gerudert</a> ist. </span>
</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRSS>http://jungwaehlerblog.wahlgangberlin06.de/sarrazin_-wir_leben_im_jahre_1947/feed/</wfw:commentRSS>
		</item>
	</channel>
</rss>
